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dieses magazin ist ein gemälde - gemalt mit den farben deiner phantasie, deiner sehnsüchte und ängste. dieses magazin bist du. mußt sie nur öffnen, augen und ohren, herz und hirn. mußt sie nur sprengen, die enge in deinem kopf, die mauern der mind-box, perfekt geformt aus arroganz, ignoranz und intoleranz, um dein kleines hirn, gefangen in dieser grauen box. denn du lebst in einer welt, die die schnelle ersatzbefriedigung - sicher gut gemeint von denen, die dich lieben - zum alle einenden, alleinseeligmachenden sinn des lebens erklärt hat - massenproduziert von dei- nem elternhaus, der politik und gesellschaft, deinem office, deinen kollegen und freunden, der wirtschaft, den marken und medien. du mußt nur beginnen, zu denken, zu fühlen, zu wachsen, deine grenzen zu sprengen, deine talente, individualität und werte zu leben, werte zu schaffen, sinn zu stiften - denn ein wenig out-of-the-box-denken würde uns allen guttun. enjoy! ralf schwartz

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Hier geht es nicht um Sport (allein). Wir wollen in allem die jeweils Besten sein. Wir wollen das Spiel beherrschen. Im Machtsinne, nicht im Kompetenzsinne. Wollen Sieger sein - koste es, was es wolle. Und sei es auf Kosten des Spieles. Ist es doch längst nur noch Mittel zum Zwecke, egal wohin wir schauen.

Wir wollen auch nicht die objektiv und wahrhaft Besten sein - nur besser als alle anderen.
Dafür ist uns jedes Mittel recht.
Schließlich ist das unser Spiel. Das sind unsere Regeln. Das ist unser Sieg.

Folgerichtig verlangen wir den Pokal sofort, den Beweis unseres Sieges. Kein langes Warten, kein Vertrösten. Jetzt und Alles! Und jeder soll es wissen: Das ist unser Sieg! Denn der Sieg zählt, nicht das Spiel!

Dabei wäre es so einfach, etwas zu ändern, das Spiel als solches zu genießen, es nicht als Mittel zum Zweck zu degradieren, den Verlierer nicht
Verlierer zu nennen, und das Spiel wieder in den Mittelpunkt zu stellen
- und nicht allein den Sieger.

Dafür aber benötigen wir einen Paradigmenwechsel: wir müssen Leistung belohnen, Training und Anstrengung. Müssen anerkennen, was wirklich wichtig ist: der Versuch, das Lernen, das Scheitern, die Entwicklung, das Wachsen - Über uns selbst hinaus!

Ein schönes Leben!
ralf schwartz
Eine Welt voller Sieger! Was kann es Schöneres geben!?

Eine Welt voller Sieger, die mit stolz geschwellter Brust über die Verlierer am Boden hinwegschreiten, sie als ihren Roten Teppich benutzen, den sie sich unredlich verdienten - beruht ihr 'Sieg' doch nur auf der Täuschung der Schiedsrichter und des Publikums, auf Trick, Diebstahl und Betrug, einem günstigen Moment, dem Zufall gegnerischen Versagens - was kann es Schöneres geben?
Eine Welt voller Sieger, innerlich zerrissen, bleibt ihnen nicht viel mehr als die Hoffnung, die anderen zu besiegen, ehe diese es tun.

Immer auf der Hut, nicht mit den eigenen Waffen erschlagen zu werden, müssen sie alle als erste zuschlagen, präventiv, sonst können sie nicht gewinnen.

Das Spiel, aus dem längst Ernst wurde, leidet, leiden die Gefühle, die Freude, der Spaß - und damit die Menschen.
Denn wenn nur der Sieg zählt und deshalb die wenigsten noch spielen möchten, wird es für bestimmte Spieler zwar einfacher zu gewinnen, aber gleichzeitig sinkt die Qualität des Spieles im Ganzen umso stärker.

Die Acceleration dieses Teufelskreises können wir in den letzten Jahren überall beobachten: egal, ob im Sport, genauer Fußball, in der Formel 1, in der Politik, im Management großer Konzerne, bei Schauspielern, im TV-Programm, bei Zeitschriften, in
Forschung und Lehre, etc.pp.

In den relevanten Bereichen unseres Lebens existieren nur noch ganz wenige Ausnahmepersönlichkeiten, und auch nur mit viel Glück (ansonsten gibt es niemanden mehr, der aus der Masse heraussticht).

Sie sind Ausnahmepersönlichkeiten, weil
- sie sich ihre Ecken und Kanten bewahrt haben,
- sie ihr Metier von der Pike auf gelernt
haben,
- sie sich den Spaß am Spiel selbst bewahrt haben,
- sie vielleicht auch das One-in-a-Million-Ausnahmetalent sind.

Die Gruppe derer, die ihnen unbeirrt und im gleichen Geiste nacheifert, wird immer kleiner, reicht kaum noch, den relevanten Nachwuchs zu rekrutieren.

Die übrigen 95% eines jeden Bereiches, Themas, Profession sind weder begabt, noch im relevanten
Sinne vorgebildet. Sie sind weder ehrgeizig, noch reif genug, sich genügend Zeit zu nehmen, dass Spiel - geschweige mit Achtung zu verlieren - zu lernen.

Wir besitzen keine Kultur des Spielens mehr. Wir haben eine Kultur des Siegens! Weil wir 'The Winner takes it all' inhaliert haben! Weil wir meinen, daß uns der Ruhm besser steht als der Schweiß. Weil wir gelernt haben, daß der, der sich anstrengt der Verlierer ist - entweder es geht ohne Anstrengung,
ua. weil ich das Talent habe, die Gabe, oder es geht eben gar nicht.

Anstrengung jedenfalls im Tausch für Anerkennung ist keine Option. 50 Cent, Britney Spears und Klaus Zumwinkel haben es doch auch ohne Anstrengung geschafft, die gehen die ganze Zeit, wenn ich sie im Fernsehen sehe, shoppen, poppen oder Steuern hinterziehen. Warum soll ich mich dann noch anstrengen - mag der ein oder andere denken.
Die Eltern haben sich auch nicht
angestrengt, die sehe ich auch den ganzen Tag shoppen, poppen und Steuern hinterziehen - und die haben zwar Schulden ohne Ende, aber auch H4 genug, um uns alle durchzukriegen.

Und mein Lehrer hat sich auch noch nie angestrengt.

Wir besitzen keine Kultur des Spielens mehr. Wir haben eine Kultur des Siegens! Weil nur der Sieger kein Verlierer ist. Und wer will schon Verlierer sein. Wer will schon der Zweite
im Ranking sein, in der Gunst des Publikums, der Medien, der Sponsoren? Der ewige Zweite - was gibt es schlimmeres?

Wir besitzen keine Kultur des Spielens mehr. Wir haben eine Kultur des Siegens! Weil alle auf Zeit und nicht auf Sieg spielen!
Niemand geht doch mehr das Risiko ein, einen Fehler zu machen, einen falschen Satz zu sagen, eine falsche Entscheidung zu treffen, einen Fehlpass zu schlagen, gar ein Eigentor zu
schießen. Keiner geht doch mehr das Risiko ein, aus voller Inbrunst, mit ganzem Herzen zu spielen. Entrückt, fern der Realität, in einem Flow-Zustand. Das kann sich doch keiner mehr leisten. Vermeintlich!

Interessanterweise können wir uns alle leisten, siegen zu wollen, ohne spielen zu können! Wir beweisen es doch jeden Tag. Und räumen schon am nächsten Tag zerknirscht die Fehler der Vergangenheit, des vergangenen Tages ein - ach so: die Fehler der
anderen natürlich! Nicht die eigenen.
Aber wir übernehmen die Verantwortung! Verantwortung ist Macht - auch wenn wir sie nicht zum Besten nutzen. Verantwortung tragen ist ein kleiner Sieg in der Niederlage. Ich will mehr Verantwortung!

Und für die noch Schwächeren werden die Schwächsten künstlich alimentiert. So gibt es ein paar Sieger mehr - und die ewigen Verlierer. Sich brav der Situation ergebend, dem Sachzwang, dem unausweichlichen Schicksal. //



003


Lange war der Sport Vorbild für Fairness in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, jedenfalls solange Charakter wichtiger als Geld war, die Menschen an ihrem Charakter und ihrem Können gemessen wurden. Solange es wenige gab, die da im Kreise liefen, sich selbst zu überrunden, zu überwinden den inneren Schweinehund. Nicht den äußeren, der sich mit Chemie vollstopfte, sich selbst zum Verlierer degradierend.

Seit Jahren geht es zB auch mit dem
Boxsport bergab, weil 'alle tun, was sie tun müssen', so auch Wladimir Klitschko, wie sein Trainer nach dem Kampf sagte. Und wenn man auf Zeit spielt, leidet der Sport. Er verliert, auch wenn man selbst gewinnt. Was für ein Sieg!?

Das Spiel, das die Gesellschaft auf Sieg spielt, nennt sich Karriere. Nennt sich Bekanntheit oder Prominenz. Auch - und am liebsten - so ganz ohne Grund. Nennt sich Macht, Zugang zu knappen Ressourcen, Vorherrschaft!
Inzwischen ist den besten Spielern - die deshalb auch die objektiven und wahren Sieger sind - klar, daß sie alleine nicht mehr gewinnen können. Nur miteinander können wir den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen begegnen, zB unseren Kindern - und unseren Eltern - eine starke Familie zu bieten. ZB dem Land eine Vision und die entsprechenden Gewerkschaftler, Politiker und Funktionäre zu geben ...

Tatsächlich scheint so etwas unmöglich:
Zusammenarbeit, Zusammenleben, Visionen, denn zu sehr denkt der Einzelne an sich, an seine persönlichen Entbehrungen, die immer schwerer wiegen als die seiner Nächsten.

Was hat zB der Politiker davon, sein Volk zu belügen? Warum bewegt er nicht etwas Einzigartiges? Wer hat schon einmal in seinem Leben diese Chance?
Aber was macht der Einzelne aus diesen 4 Jahren? Und warum ist er schon von Anfang an sowenig davon
überzeugt, daß er etwas Begeisterndes zustande bringen könnte, daß er gar nicht erst beginnt, sondern am Tage nach der Wahl auf Nummer sicher spielt und nichts wagt? Das erst bringt ihn doch in die Situation nicht wiedergewählt zu werden.
Interessanterweise winkt gerade aufgrund seiner kurzfristigen, unüberlegten Handlungen keinem Politiker ein Platz im Olymp der Geschichte. Sie wollen allein in der kurzen Spanne ihres Lebens Ruhm und Macht anhäufen, sind sie doch durch
und durch materialistisch.
Die Konsequenz des ständigen Siegens ohne wirklich zu spielen ist Politikverdrossenheit.

Wir wählen das Geringere der verfügbaren Übel. Sei es eine Partei, sei es der einzelne Politiker. Und ersticken im Mittelmaß.

Der Fluch der Demokratie: sie muß sich nach Mehrheiten richten. Und was will die Mehrheit? Nichts. Und alles. Aber jetzt, nicht gleich.
So ist und bleibt intelligente Politik (oder gar intelligente Demokratie) ein Widerspruch in sich selbst. Ein Wunschtraum der Intellektuellen, eine unmögliche Realität. Utopie fast.
Ein Land voller Sieger, von denen keiner mehr spielen kann.

Die Erde jedoch ist ein Nullsummenspiel. Was erwarten wir von den anderen, wenn wir nichts mehr zu bieten haben? Mitleid? Eine Spende? Entwicklungshilfe?
Wir haben keine verdient! Wir haben
unsere Kompetenzen, unser Erbe, unsere Talente verraten, wenn wir nicht langsam auf breiter Front unsere größten Fehler erkennen und sie ins Gegenteil verkehren oder gar zu unseren Stärken machen.

Trotz allem: Wir sind heute - noch so gerade eben - gut bis befriedigend. Was aber ist mit morgen? Wird unser Spielwitz da noch ausreichen? Werden sich wieder Spielmacher finden? Die uns nach vorn und nicht nach hinten bringen?
Was wird aus der Einführung von Mindestlöhnen, Krippen- und Kindergeld, der plötzlich längeren Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld und der Rentenerhöhung? Wann verstehen wir, daß unsere Kindern von unseren Eltern mehr lernen können als von uns selbst?

Gibt es keine visionären Alternativen? Keinen größeren Wurf?
Wie auch - bei diesem Denken auf Niveau des mentalen Zwergenwerfens.
Denn Zwerge sind wir. Nicht nur, daß
wir nicht verlieren können und selbst immer siegen müssen, wir können auch keine Sieger neben uns ertragen - auch nicht in einem anderen Spiel, das wir noch nie gespielt haben, nie spielen wollten und wollen und auch nicht spielen werden.
Wir dulden ganz einfach keine Sieger neben uns. Das gebietet schon eine typisch deutsche Todsünde: niemand ist neidischer als wir Deutschen und niemand ist dabei verbissener als wir.

Gerne schauen wir zu, wie sich jemand
abstrampelt.

Solange er - oder sie - es noch nicht wirklich geschafft hat, ist auch alles gut. Aber es wird ernst, wenn sie - oder er - erfolgreich wird. Das geht ja gar nicht. Total ungerechtfertigt. Höchstwahrscheinlich auch noch ohne Anstrengung. Sicher mit den gleichen Tricks, die wir selbst immer anwenden, um zu siegen. Leistung? Pah, geht gar nicht. So gut kann niemand sein, daß er sowas nur mit ehrlicher Hände Arbeit erwirtschaftet. Tun wir ja auch nicht. //



004


A propos: die Wirtschaft hat sich ebenso schnell wie die Gesellschaft von der sportlichen Fairness befreit.

Warum auch nicht? Nur dem Sieger winkt das Preisgeld, der Bonus, der Werbevertrag, das Auto, die Designer-Outfits, die Frauen (denn sie müssen erst erkennen, an den Insignien des Erfolges, daß da einer erfolgreich ist und Schutz bieten kann, für die Frucht, schlüpfend aus ihren gemeinsamen Lenden, um die Welt noch ein wenig kälter, berechnender
und siegreicher zu machen).

Einzig interessant ist die Größe der Karotte vor ihren Augen, der sie folgen bis - buchstäblich - zum Ende der Welt.
Dem Verlierer winkt nichts außer Verachtung durch den Sponsor, Scham der Freunde, Spucke der Besserwissenden, Mitleid der Medien.
Dabei schaden die Methoden des ständigen Siegens ohne wirklich zu spielen dem Ansehen der Manager, der Wirtschaft, dem Lande, uns allen:
Korruption, Betrug, Erpressung,
Industriespionage, Produktpiraterie, Steuerhinterziehung, Selbstbedienung ohne Theke und Schranke. Schaden ebenso wie die unvermeidlichen Konsequenzen: Adaption statt Innovation, Einfalt statt Vielfalt, Auftragsverluste, Umsatzrückgänge, fehlende Wertschöpfung, Verlust der führenden Positionen und Marktanteile.

Inzwischen ist den besten Spielern, die deshalb auch die objektiven und wahren Sieger sind, klar, daß sie alleine nicht mehr gewinnen können. Längst
tummeln sich zu viele Spieler auf diesem Platz, sind diese Spieler weitaus heißer auf den Sieg als wir selbst, beherrschen sie so manche Disziplin besser als wir selbst, schlagen sie uns auf der ganzen Linie, wenn wir uns nicht bald neue Spielzüge überlegen bzw. bessere Spieler einwechseln.

Outsourcing, Crowdsourcing und OpenInnovation sind hier die Stichworte, an die wir uns in den letzten Jahren in diesem Zusammenhang gewöhnt haben. Übersetzt heißt das
nur, daß die anderen, außerhalb unserer Company, außerhalb unseres Landes oder Kontinentes einfach besser sind als wir selbst.
Besser weil billiger, besser weil schneller, besser weil innovativer.

Das ist nicht weiter schlimm. Schlimm ist nur, daß wir nichts daraus lernen, oder das Falsche. Wir müssen nicht an höhere Zölle denken. Wir müssen nicht an Mindestlöhne denken. Wir müssen nicht unsere Unternehmen und Fabriken verlagern oder gar schließen.
Wir sollten 'nur' von den anderen lernen selbst Kompetenz aufzubauen, uns Zeit zu nehmen und die richtigen Entscheidungen zu treffen, kreativer zu werden. Kreativer im Umgang mit unseren Ressourcen: Bildung, Talent, Kompetenz, Information, etc.

Im Grunde kann uns nichts Besseres passieren als daß die anderen schneller, billiger und innovativer sind, denn dann haben wir Pacemaker, in deren Windschatten wir aufholen können, um dann im richtigen Moment
zum Überholen anzusetzen.

Schließlich sind die meisten anderen bei Licht betrachtet übehaupt nicht besser als wir, sondern nur mutiger im Spiel, sie wagen etwas, sie gehen ein Risiko ein, machen Fehler und lernen daraus, stehen wieder auf nach einem Sturz und stürmen mit doppelter Kraft und Freude wieder los. Während wir unsere Wunden lecken und versteinert vor Verlustängsten den Sieg riskieren - den wir aus genau diesem Grunde auch nicht verdient hätten.
Und dann gibt es unter all diesen Siegern doch noch Menschen, die andere Menschen und Unternehmen bewundern und diese einmal pro Jahr auch noch wählen, ranken, siegen lassen. Ein Widerspruch in sich selbst?

Irgendwie schon - aber auch die Hoffnung, daß immer mal wieder der ein oder andere abschweift von seinem vorgetackerten Karrierepfad und sich einläßt auf das Abenteuer, eigene Kompetenzen aufzubauen, zu trainieren, das Spiel zu lieben und nicht
nur den Sieg - und seinen eigenen Weg geht.

'Einfacher' kann man nicht in die Liga der Most Admired Companies aufgenommen werden. Was gibt es schöneres als ein großartiges Spiel zu liefern und (aufgrund dessen) auch noch zu gewinnen?

Wohl aber nur in den USA, denn wir hier bewundern ja nicht, sondern sind nur neidisch und gönnen nicht.
Aus Prinzip!
Warum baut man nicht einfach das beste Auto für eine bessere Welt? Warum baut man nur das gegenüber dem Wettbewerb inkremental bessere Auto? Warum ist man immer mit Kompromissen zufrieden? Warum geht man kein Risiko ein? Warum wagt man nichts mehr? Es heißt doch, daß nur wer wagt, gewinnt.

Nicht jedoch in unserer jüngeren Vergangenheit und Gegenwart. Hier wird nichts mehr gewagt. Hier heißt es eher umgekehrt: Nur wer nichts wagt,
gewinnt. Fast sind wir schon auf dem Niveau des Beamtenmikado: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren! Und so bewegen wir uns eben nicht.

(Selbst in Werbeagenturen, die eigentlich avant garde sein sollten in ihrem Denken und Handeln, spielte man in den letzten Jahren Toter Mann, und nun, um 5 nach 12, beginnen die ersten sich zu bewegen. Ganz vorsichtig. Zu eingerostet sind die Gliedmaßen, zu knirschend die Gelenke, zu verkümmert die Muskeln
einer Branche, die ständig auf dem Sprung in die Zukunft sein sollte. Einer Branche, die den Ball nach vorne treibt, die das Tempo macht, die die Zeichen setzt - mit dem Kopf, ihrem archaischsten und doch am seltensten eingesetzten Werkzeug.
Vielleicht kriegen sie noch die Kurve. Wenn sie ein paar junge Hitzköpfe ranlassen, sich die Hörner abzustoßen, das Neue zu probieren, den ganzen Sprung zu machen statt ängstlicher Trippelschritte, die wir zur Genüge aus Wirtschaft und Politik kennen.) //



005


Durch die Medien geistert allein der Gewinner, nicht der virtuose Spieler, nicht der Geist, nur die Maschine.

Wir alle sind so schlecht im Spiel geworden, daß wir uns schlecht fühlen, wenn wir überragende Spieler sehen. Überragendes ist uns suspekt, tut uns weh, verkauft keine Auflage in der Masse. Überragendes zu porträtieren können sich nur Fachzeitschriften, Blogs und Nischenprogramme leisten.

Wir verachten den überragenden
Spieler und bewundern den Gewinner, denn - davon sind wir überzeugt - gewinnen könnten auch wir , dafür muß man ja nicht spielen können. Nur Überragendes leisten, daß könnten wir nicht.

Zum Glück gibt es die Medien, die auch direkt die Gründe dafür parat haben: schuld sind immer die anderen, die Umstände, die Politik, die Globalisierung, das Klima. Die Religion.
a mind-box recommendation
Inzwischen ist den besten Spielern - die deshalb auch die objektiven und wahren Sieger sind - klar, daß sie alleine nicht mehr gewinnen können. Nur miteinander können wir gewinnen. Mit den Medien als Partner des Spieles - nicht Gegner.
Denn die Medien in der Masse spielen ihr Spiel auch nur auf Sieg, retten es über die Zeit, um am Ende keine Zeit mehr zu haben. Und kein Spiel.

Während Frank Schirrmacher, FAZ- Macher und 'Methusalem' der Nation,
noch vehement seine Hörner sich abstieß am Perlentaucher oder einem anderen imaginären, virtuellen Feind, hätte er auch ein Buch lesen können: Sharon Begley 'Train your Mind, Change your Brain', dann hätte er nicht ein halbes Jahr zu spät seine neue Serie über das Hirn starten müssen.
Er hätte natürlich auch mein Review dazu lesen können unter reviews & reflections.

Während in Deutschland jedoch nur geschwatzt wird, wandeln sich die
amerikanischen Medien seit knapp 2 Jahren in Richtung neuer Internet-Welt mit ihren sozialen Networks, Blogs, Communities, Aggregatoren, File-Sharern, Diggs, etc.pp.

Gerade hier könnte man eine Menge aus den Fehlern und Versuchen der anderen lernen, statt sich ständig nur lustig zu machen und den, der sich ehrlich anstrengt einen Verlierer zu schimpfen und in jedem Blättchen und jeder Talkshow durch den Kakao zu ziehen.
Die Medien - vor allem die Schauspieler selbst - könnten (und das ist nicht der wichtigste Rat, zeigt aber die Möglichkeiten sehr schön) die sogenannte 'Goldene Himbeere' ernst nehmen, statt sie zu verachten. Die 'Goldene Himbeere' wird einen Tag vor den Oscars an die schlechtesten Schauspieler und Produktionen des Jahres verliehen.

Wo in aller Welt könnte man mehr lernen über die Verbesserung seiner eigenen Performance als dort? Wo
könnte man besser zeigen, daß man das Spiel liebt und besser werden möchte? Wo kann man seinem Publikum näher sein und besser zeigen, daß man auch nur ein Mensch ist, daß man auch Fehler macht, daß man sich aber anstrengen möchte - für sein Publikum!?


Aber dazu würde, statt des dringenden Wunsches auf Teufel-komm-raus reich und berühmt zu sein, Spielfreude und Herzensbildung gehören. //
Warner Music hatte eine geniale Idee: Jeder Internet-Zugang wird mit einer Art Steuer von 5$/Monat belegt. Dafür darf man unbegrenzt Musik downloaden!

Die katastrophalen Folgen für Qualität und Innovation zeigt ein Text der mediaclinique am Beispiel unserer öff.-rechtl. Sender, die Gebühren-TV, -Radio und -Computernutzen legalisieren konnten: FLAT FOR LIFE

Einfacher als gar nicht erst zu spielen kann man das Spiel nicht gewinnen! //
In Schönheit sterben ... wer will das heute noch? Dann schon lieber in Dummheit! Das ist weniger aufwendig, weniger anstrengend, weniger zeitraubend.

Wer kann sich heute noch leisten Zeit zu verschwenden in solch einem kurzen Leben, in dem all die anderen an einem vorüberziehen, in der ersten Klasse, und man selbst steht immer noch am Bahnhof? Vielleicht sogar am falschen Bahnhof, wie die Fehlfarben vor langen Jahren sangen. Das geht doch nicht.
Warum trainiert keiner und bereitet sich vor? Ich hab' doch keine Zeit!
Warum sind alle so von sich überzeugt? Das zeigt die eigene Erfahrung. Man bekam bisher doch immer von allen gesagt, daß man 'so gut' aussieht, daß man 'all die Aufgaben mit Leichtigkeit' schafft, daß man ein 'großes Talent' für wasauchimmer hat.
Was soll man da noch trainieren, wenn einem alles eh längst in die Wiege gelegt wurde?
Was soll man da noch lernen, wenn man eh schon alles kann?
Nicht wer mit Kompetenz, Leistung, Training und Anstrengung begeistert, wird bewundert, sondern der Sieger - das wissen wir inzwischen.
Nirgendwo aber kann man einfacher schludern als bei der Bildung und nirgendwo zeigen sich die Konsequenzen weißer Flecken schleichender und später.

Als ob dies nicht schon Gründe und Entschuldigungen genug wären, auf Bildung ganz zu verzichten, so ist eine der wichtigsten Erfahrungen der



006


Menschen, daß sich nirgendwo Anstrengungen später kapitalisieren als in der Bildung.

Es gibt also wirklich keinen Grund, sich in das Abenteuer Bildung zu stürzen, oder? Keinen Grund, die Schule zu beenden, zu studieren und lebenslang zu lernen, oder? Keinen Grund, etwas zu erlernen, was man nicht von Geburt an beherrscht, oder?

Kein Wunder also, daß sich immer mehr Menschen mit ganzem Herzen gegen
Bildung entscheiden. Leider bekommt man auch nirgendwo da draussen das Gegenteil bewiesen. Oder gibt es irgendwo ein aktuelles Beispiel, daß Bildung irgendjemandem wirklich geholfen hat, ihn wirklich weiter gebracht hat? Na also!

Ein Grund zur Freude ist dies wiederum auch nicht, denn nirgendwo sind die Konsequenzen einer Abstinenz dramatischer als bei der Bildung. Bildung ist alles - egal, ob man ein Mensch, eine Marke, ein Unternehmen
oder ein Land ist. Auf Bildung fußt unser gesamter Wohlstand, unsere Zukunft, unser Schicksal. Bildungsdefizite kann man nur mit immensen Zeitverzug aufholen. Wenn überhaupt.

Deshalb brauchen wir Menschen, gerade in der Bildung, der Politik, in der Bildungspolitik, die wissen, welche Konsequenzen Bildungsarmut hat, was Bildungsarmut für einen Menschen, ein Unternehmen oder ein Land bedeutet, und was man gemeinsam gegen diese mentale Armut tun kann.
Inzwischen ist den besten Spielern - die deshalb auch die objektiven und wahren Sieger sind - klar, daß sie alleine nicht mehr gewinnen können.


Wer auf Bildung verzichtet, tut sich selbst, seinem Unternehmen, seinem - auch wenn es pathetisch klingt - Land keinen Gefallen. Nicht Freunden, nicht Familie und Kindern.
Denn wie bloß soll auf einem Felde geistiger Armut die Saat des Wohlstandes aufgehen? //
Eine Welt voller Sieger! Was kann es Schöneres geben!?

Vielleicht eine Welt voller Spieler! Eine Welt voller Spaß am Spiel, denn dabeisein ist alles. Voller Spaß am Wege, denn der Weg ist das Ziel. Voller Spaß an der Neugierde, am Sich-Ausprobieren, am Üben, am Lernen, Sich-Entwickeln.

Menschen, Marken und Unternehmen, die entschleunigen, um die Welt, den befruchtenden Wettbewerb, die anderen Menschen mit anderen Augen zu sehen. Die entschleunigen, um die Menschen zu verstehen. Die entschleunigen, um die Welt zu verstehen.

Menschen, die entschleunigen, um das Spiel zu verstehen! Von der Pike auf. Von seinen Ursprüngen. Menschen, die verstehen, daß das Spiel zur Übung dient, zum Training, zum intuitiven Lernen, zur motorischen und mentalen Verfestigung des Getanen, zur Perfektionierung von
Bewegungsabläufen und Mustererkennungsmechanismen.

Lernen wir im Spiel, werden uns Fehler schneller verziehen, können diese doch jedem mal passieren.

Denken wir zurück an unsere Kindheit, als wir noch spielten, als wir noch lernten, als wir uns noch entwickelten, als wir noch Spaß hatten. Das alles hatte auch einen Sinn: uns auf das Leben vorzubereiten. Spielerisch!

Nicht, weil wir Kinder waren und weil Kinder gerne spielen. Nein, weil wir lernen mußten und unsere Programme seit Jahrmillionen so angelegt sind. Einstein ist sein Leben lang Kind geblieben. Nur mit kindlicher Neugier konnte er bedeutende Fragen einfach stellen und mit kindlicher Neugier lösen. Er hat nie aufgehört zu spielen.

Uns wird die Spielfreude aberzogen, im Elternhaus, der Schule, dem Studium und im Job. Denn schon ganz früh beginnt für uns der Ernst des Lebens!
Und was haben wir davon: keinen Spaß mehr! Oder nur noch Spaß an Statussymbolen, nicht aber mehr am Status, der Kompetenz, dem Können und dem damit verbundenen Einfluß selbst.

Symbole und Placebos sollen uns am Leben halten. Leben? Ohne Spiel? Ohne Spielfreude? Ohne Spaß?

Wir brauchen Menschen, die Spielfreude wieder belohnen. Wie also können wir die Freude am Spiel wieder zurück in die Gesellschaft, die Unternehmen, Schulen, Universitäten und die Offices bringen?


Das Gefühl, das Selbstbewußtsein, aufgrund seiner eigenen Fähigkeiten, Talente, Kompetenzen das Spiel zu gewinnen, ist ein qualitativ ganz anderes als das Gefühl auf Basis eines Tricks, Betruges, Regelverstosses oder gar eines Zufalles zu gewinnen.
Aber können wir das noch - im positiven Sinne - 'ertragen'?
Dafür müssen wir noch eine ganze Menge lernen - und eine ganze Menge vergessen. Wir müssen uns befreien, unvernünftig werden, laut, ungeduldig - und gleichzeitig äußerst geduldig, denn wir müssen üben. Üben, üben, üben.
Wir müssen lernen zu lernen. Müssen Freude bekommen an der Entwicklung, dem lebenslangen Lernen und Sich-Wandeln, unendlicher Neugier, unendlicher Breite des Wissens, neuen Horizonten, statt Scheuklappen, leicht zu erlangenden Karotten, unverdienter Anerkennung.

Jeder Einzelne, die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, alle müssen an einem Strang ziehen (erste Voraussetzung für ein gutes Spiel!) und einander helfen, daran zu glauben, daß Leistung wieder zählt, daß - vor allem anderen - das Spiel wichtiger ist als der Sieg, dann werden wir Siege erleben, wie wir sie vorher nie gekannt haben! Versprochen!

Zu hoch jedoch hängen diese Früchte, um sie noch süß zu nennen. Wir werden Hilfe brauchen. Unendlich viel Hilfe.


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mind-box magazine // no.49 // april/mai 08 // DER SIEG, NICHT DAS SPIEL!
[no.49 // april/mai 08 // DER SIEG, NICHT DAS SPIEL!] [print as .pdf]
mind-box magazine // no.48 // feb/mar 08 // SUBROUTINEN DES SELBST
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[no.35 // june 06 : kon/sequenz] [pure artwork] [close up ivan bazak]
mind-box magazine // no.34 // may 06
[no.34 // may 06 : nähe weiter/denken] [pure artwork] [adwork only] [close up // vittorio zambardi]
mind-box magazine // no.33 // april 06
[no.33 // april 06 : sich/trauen] [pure artwork] [adwork only] [close up michail pirgelis]
mind-box magazine // no.32 // march 06
[no.32 // march 06 : awards/awacs] [close up hiroyuki masuyama] [artpack no.01 hiroyuki masuyama]
mind-box magazine // no.31 // feb 06
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[no.29/30 // dec 05 : made /in heaven]
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[no.28 // nov 05 : DUCK / & cover]
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[no.24 // july 05 : kunst /stücke]
no.23 // june 05 : erfahrung / zeit & raum
[no.23 // june 05 : erfahrung / zeit & raum]
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[no.22 // may 05 : ein tag der arbeit / 24hrs]
no.21 // apr 05 : jetzt erst recht!
[no.21 // apr 05 : jetzt erst recht!]
no.20 // march 05 : zwei /undvierzig
[no.20 // march 05 : zwei /undvierzig]
no.19 // feb 05 : zauberwald
[no.19 // feb 05 : zauberwald]
no.18 // jan 05 : irrlicht / unabhängigkeit
[no.18 // jan 05 : irrlicht / unabhängigkeit]
no.17 // dec 04 : sketches of leadership ...
[no.17 // dec 04 : sketches of leadership ...]
no.16 // nov 04 : reflektionen / reflexionen
[no.16 // nov 04 : reflektionen / reflexionen]
no.15 // oct 04 : helden / heroes
[no.15 // oct 04 : helden / heroes]
no.14 // sept 04 : der fluß fließt
[no.14 // sept 04 : der fluß fließt]
no.13 // aug 04 : monochronismen des alltags!
[no.13 // aug 04 : monochronismen des alltags!]
no.12 // july 04 : people are people ...
[no.12 // july 04 : people are people ...]
no.11 // june 04 : ninepointfive / split second!
[no.11 // june 04 : ninepointfive / split second]
no.10 // may 04 : i´m in heaven! am i?
[no.10 // may 04 : i´m in heaven! am i?]
no.09 // apr 04 : de /construct!
[no.09 // apr 04 : de /construct!]
no.08 // march 04 : strange times in casablanca!
[no.08 // march 04 : strange times in casablanca!]
no.07 // feb 04 : searching for the young soul rebels
[no.07 // feb 04 : searching for the young soul rebels]
no.06 // jan 04 : alles pracci!
[no.06 // jan 04 : alles pracci!]
no.05 // dec 03 : pleased to meet you!
[no.05 // dec 03 : pleased to meet you!]
no.04 // nov 03 : near-death experience
[no.04 // nov 03 : near-death experience]
no.03 // oct 03 : the poet will die!
[no.03 // oct 03 : the poet will die!]
no.02 // sept 03 : ich begehre Nichts!
[no.02 // sept 03 : ich begehre Nichts!]
no.01 // aug 03 : über den sinn des lebens
[no.01 // july/aug 03 : über den sinn des lebens]


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